“Das Gute Herz” Newsletter, Oktober 2008
Liebe Freundinnen und Freunde,
Herzlich willkommen zur elektronischen Ausgabe von “Das Gute Herz”, dem Newsletter des Maitreya Bildungsprojekts.
Bislang wurde “Das Gute Herz” per Post ausschließlich an Förderer des Maitreya Bildungsprojekts verschickt. Von nun an wird das elektronische Format dem Maitreya Projekt ermöglichen, diesen Newsletter einem deutlich größeren Publikum zugänglich zu machen und die eingesparten Druck- und Versandkosten können den Kindern in der Schule zugute kommen. Außerdem macht es unter Umweltaspekten viel Sinn – es wird weniger Papier verbraucht und auch weniger Treibstoff, der sonst für die weltweiten Auslieferungen benötigt wurde.
Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung,
Maitreya Projekt
“Das Gute Herz” — dem Newsletter des Maitreya Bildungsprojekts
- Auf Wiedershehen und ein ganz herzliches Dankeschön an Dick Jeffrey
- Unser neuer Direktor
- Namaste von Doug!
- Berufliches Ausbildungsprogramm
- Eine Stupa im Garten
- Die Augen haben es
- Geschichte eines Freiwilligen
- Theaterprogramm der Maitreya Schule
- Eine nachricht vom Ehrwürdigen Kabir
- Wir Können so viel mehr tun - mit etwas Hilfe von unseren Unterstützern
Auf Wiedersehen und ein ganz herzliches Dankeschön an Dick Jeffrey
Ich traf Dick Jeffrey das erste Mal in den späten 90ern. Es war auf den ersten Blick klar, dass Dick sich selbst nicht nur völlig in die tägliche Organisation und den Betrieb sondern auch in Beschaffung der finanziellen Mittel der Schule einbrachte. Das war eine sehr schwierige Aufgabe, die unter der Art von Umständen ausgeführt werden musste, die man als Westler anfangs nur schwer verstehen oder gar tolerieren würde.
Dick stellte sicher, dass er bei jeder Versammlung dabei war, machte eine kurzen 20-minütigen Mittagsschlaf und kam dann am Nachmittag selbst in der brennenden Sommerhitze für die Sitzungen wieder zurück zur Schule. Selbstverständlich verbrachte er auch abends einen großen Teil seiner Zeit mit Schulthemen. Er nahm auch einige Lehrer nach dem Abendessen zur Stupa mit und warf ein väterliches Auge auf alles. Mir wurde klar, wie sehr Dick die Kinder mochte, als ich in einer der Szenen auf einer CD für Promotionszwecke die Tränen in seinen Augen sah. Er hat so viel von sich selbst eingebracht – körperlich, geistig und gefühlsmässig.
Leider erkrankte Dick Mitte März so, dass er nach Australien zurückkehren musste. Trotzdem hat Dick bis vor kurzem nicht aufgehört, an auf die Schule bezogenen Themen zu arbeiten. Momentan ist er aber von seinen erzieherischen Einsätzen befreit, damit er sich darauf konzentrieren kann, gesund zu werden.
Jeder, der mit der Schule zu tun hat, möchte an dieser Stelle ein großes von Herzen kommendes “Dankesschön” an Dick schicken und betet dafür, dass er wieder gesund wird, so dass er seine Arbeit zum Wohle anderer fortsetzen kann.
Ehrwürdiger Kabir Saxena
Unser neuer Direktor
Wir freuen uns, die Verpflichtung des Kanadiers Doug Allen als unseren neuen Schuldirektor bekannt geben zu können. Doug kommt mit exzellenten Qualifikationen und reich an Erfahrungen als Direktor von Schulen auf Junior und Secondary Niveau (entspricht Mittel- und Oberstufe in Deutschland) für einen Zweijahresvertrag an die Maitreya Schule für universale Bildung.
Namaste from Doug!
„IVor einigen Monaten entdeckte ich durch einen Link auf der FPMT (Foundation for the Preservation of the Mahayana Tradition) Website die Seite der Schule für Universales Lernen des Maitreya Project . Als kanadischer Lehrer und Dharma-Schüler, war ich sofort von der wirklich unglaublichen Arbeit, die Lama Zopa Rinpoche, die FPMT und die Mitarbeiter an der Schule leisten, fasziniert.
„IDie Wertschätzung für ein Gleichgewicht der Geschlechter und der religiösen Traditionen, der Schwerpunkt auf Programmen mit sozialer Reichweite, die Bereitstellung von medizinischer Versorgung für die Schüler und der erstaunliche Lehrplan des Spezialprogramms erschienen mir wie ein unerreichbarer Traum. Ich fühlte sehr stark, dass ich dieser Schule meine Dienste in jeglicher Form anbieten wollte. Nach einigen Wochen des schriftlichen Austauschs mit den Direktoren war ich völlig außer mir vor Freude, den Job als Schuldirektor angeboten zu bekommen.
Laßt uns eine neue Welt erschaffen
Wir kleinen Kinder
werden eine neue Welt schaffen,
leuchtend wie die Sonne
und strahlend wie das Licht.
Wir werden cool sein wie der Mond,
werden die Welt beruhigen,
werden allen Freude bringen
und es wird fröhliche Düfte regnen.
Wolken, die Regen bringen,
werden die Erde segnen,
jeder Zoll wird jubeln
mit dem Duft der Blumen.
Wir kleinen Kinder werden eine neue Welt erschaffen
- Mausam, Klasse 5
„IIch war vor ein paar Wochen in Bodhgaya und würde gerne von meinen ersten Eindrücken berichten. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist dass sich die Kindern hier nicht von denen unterscheiden, die ich im Westen unterrichtet habe. Wenn man einmal die kulturellen und sprachlichen Unterschiede überwunden hat - und natürlich die traurige Wirklichkeit ihrer wirtschaftlichen Situation und ihrem verarmten häuslichen Umfeld – sieht man dass diese Kinder Hoffnungen und Träume genau wie Kinder im Westen haben. Sie haben das gleiche Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung, den gleichen Sinn für Humor und den gleichen Wunsch zu lernen.
„IDie andere Sache, die hervorsticht, ist dass die Maitreya universale Bildung Schüler wirklich begonnen haben, das “Gute Herz” zu entwickeln. Ich habe gesehen, wie sie jeden Tag Güte und Mitgefühl ausübten statt Geiz und Egoismus, wie ich es bei Schüler anderer Schulen gelegentlich erlebt habe. Sie haben als Ergebnis unseres Programms für universale Bildung auch einen ruhigen, konzentrierten Geist entwickelt. Es überrascht nicht, dass die Schüler und Mitarbeiter der Schule eine so hohe Meinung von unserem Programm haben, da die Ergebnisse so greifbar sind.
„IMeine Arbeit an der Schule für Universales Lernen des Maitreya Projekt ist sehr aufregend. Ich habe angefangen mehr über die Mitarbeiter, die Schüler und die großzügigen Förderer zu erfahren, die dieses Projekt ermöglichen. Ich weiß, dass ich in die großen Fußstapfen von Dick Jeffreys und Kabir Saxena treten, um deren Arbeit fortzusetzen, aber ich kann Ihnen versichern, dass ich unbedingt das Herz dafür habe! Ich freue mich auf meine Mitwirkung und darauf, ein segensreiches Verhältnis mit allen Unterstützern der Schule zu entwickeln."
Mit meinen besten Wünschen,
Doug Allen
Berufliches Ausbildungsprogramm
Wir sind dabei, in den in Bodhgaya nachgefragten Bereich der beruflichen Ausbildung vorzustoßen. Wir haben uns ein Darlehen gesichert, das es uns erlauben wird, vier Ausbildungswerkstätten auf dem Gelände des Maitreya Projekt zu errichten, das nur zwei Kilometer von dem bestehenden Schulgelände entfernt ist. Während der Bauphase werden wir die passenden Kurse für unser Angebot ermitteln, die durch das National Institute of Open Schooling (Nationale Institut der offenen Schulen) genehmigt werden.
Eine Stupa im Garten
Wer auch immer diese Schule erschuf,
Wer auch immer die Lehrer hierher eingeladen hat,
Wer auch immer uns allen Weisheit gegeben hat,
Wer auch immer den Kindern Weisheit gibt,
Lasst uns einen Lobpreis auf denjenigen singen
Und unsere Köpfe voller Liebe vor ihm verneigen.
- Sonali und Sarita, Klasse 6B
Vor einigen Jahren bat uns Lama Zopa Rinpoche, der spirituelle Direktor des Maitreya Projekt, als Teil seines Wunsches, psychologischen und spirituellen Nutzen für die Kinder ebenso wie die weitreichende Familie aller lebenden Wesen zu bringen, eine zweistöckige Stupa an der Schule zu errichten.
Stupas werden seit der Zeit von Buddhas Hinscheiden gebaut und waren ursprünglich gemacht, um Reliquien von großen spirituellen Praktizierenden darin aufzubewahren. Die äußere Form und genaue Geometrie sind sehr wichtig. Sie symbolisieren den Körper, die Rede und den Geist Buddhas ebenso wie den gesamten Pfad der Erleuchtung. Wirklich faszinierend (und zeitaufwändig zu erreichen) ist, was in die Stupa kommt.
In der Form wie der Nutzen den Menschen anderen bringen können, hauptsächlich daran beurteilt werden kann, über welche inneren Qualitäten sie verfügen, so sind auch die inneren Zutaten einer Stupa höchst wichtig, um den Wesen, die sie sehen, umrunden oder auf eine andere Art mit ihr in Verbindung treten, positive Energien zu bringen.
Wir rechnen damit, dass es noch mindestens weitere sechs Monate dauern wird, bis die Stupa fertig gestellt ist. Ein Teil der Zeit wird dafür verwendet, fachkundige Mönche zu engagieren, die uns mit exaktem Wissen bei dem sorgfältigen Aufbau des inneren Körpers, dem Kreislauf und Schaltsystem des Gehirns, wenn Sie so wollen, anleiten werden, ohne das das Bauwerk nur ein Objekt äußerer, künstlicher Schönheit ohne lebendige verwandelnde Essenz wäre.
Wird eine Stupa korrekt und mit einer Motivation großen Mitgefühls errichtet, ist das ein großartiger Erfolg mit großem Nutzen für die Welt.
Die Augen haben es
Wirkliche Mitmenschlichkeit hängt von ihren Bestandteilen ab: Liebe, Mitgefühl, Disziplin und dem Wunsch, anderen zu helfen. Ohne diese Qualitäten können wir den Samen der Mitmenschlichkeit im menschlichen Herzen nicht wachsen lassen. Deshalb ist es das Hauptziel unserer Schule Erwachsene von gutem Charakter und mit einem liebevollen Herzen hervorzubringen.
Es ist ganz klar, dass theoretische Studien uns Wissen über solche Themen vermitteln, aber es ist die praktische Anwendung, die Fähigkeiten des Lernenden in einem bestimmten Bereich vervollkommnet.
Einige von uns haben das Glück, dass wir einmal pro Jahr die Gelegenheit bekommen, unsere Theorie in die Praxis umzusetzen. Jedes Jahr im November führt der hochangesehene Bhansali Trust aus Gujarat Eye Camps (Augen Camps) in Bodhgaya durch. Dann arbeiten etwa 50 Schüler und ein paar Lehrer als Freiwillige im Camp und tun ihr Bestes, um die Bedürfnisse der Patienten und Organisatoren zu erfüllen.
Ich war in den letzten sieben Jahren als Koordinator in den Eye Camps tätig und die Arbeit dort hilft wirklich vielen Schülern positive Qualitäten zu entwickeln. Wir lernen einen großen Teil vom Operationssaal, wo wir viel von Prozessen des Körpers lernen, bis hin zur Arbeit mit Datenbanken im Computerbereich. Da ist zudem die ständige Geduld und Pflege, die benötigt wird, wenn man mit alten, kranken und müden Patienten zu tun hat, die häufig ein wenig grob und ungeduldig sind.
Ich kann voller Überzeugung sagen, dass diese Arbeit uns alle und die Schule verbessert. Das Eye Camp ist ein Ort, an dem wir wunderbare Qualitäten wie Herzensgüte, Selbstdisziplin und Großzügigkeit ausüben können, die sonst Gefahr laufen nur leere Worte zu sein.
Deepak Kumar
Lehrer und Koordinator des Eye Camp
Geschichte eines Freiwilligen
Ende Oktober 2007 reiste ich nach Bodhgaya, um dort für drei Wochen Yoga an der Schule für Universales Lernen des Maitreya Projekt zu unterrichten. Ich war auf einer Konferenz über Universale Bildung in Australien gewesen, auf der Dick Jeffreys, der Schuldirektor, den Wunsch geäußert hatte, die Yoga-Programme weiterzuentwickeln. Ich bot meine Dienste als Yogalehrer an.
Es war mein erster Aufenthalt in Indien und der Gedanke daran war gelegentlich ein wenig Respekt einflößend. Wie auch immer, ich versuchte die Motivation, so nützlich wie möglich zu sein, in der vordersten Reihe meines Geistes aufrechtzuerhalten.
Ein Teil des Plans war die Ausbildung der Lehrer. 16 Lehrer stellten sich für den täglichen Yogaunterricht zu Verfügung. Wegen des Zeitplans der Schule und anderer Verpflichtungen war es ihnen nicht immer möglich, jeden Tag dabei zu sein, aber viele von ihnen unternahmen besondere Anstrengungen. Die Schüler der Mittelstufe nahmen an einer Praxiseinheit jeden Morgen um 6.30 Uhr teil und die jüngeren Schüler, Abendschüler und Schüler der Oberstufe am Nachmittag. Alle übten mit solch einem Enthusiasmus und einer Hingabe, dass meine Arbeit die reine Freude war.
Ich mag drei Dinge
Zuerst die Sonne,
dann den Mond
und die Schule.
Die Sonne für den Tag,
den Mond für die Nacht,
die Schule für immer.
Einige mögen Sonntage,
einige mögen Montage,
aber ich mag Schultage.
- Sonali Kumari, Klasse 6B
Ich versuchte, einigen die Vorteile der Praxis des Hatha-Yoga (des körperlichen Aspekts des Yogas) zu vermitteln, und wir übten gemeinsam die Körperhaltungen und beendeten jede Sitzung mit einer Yoga-Nidra-Übung (tiefe Entspannung).
Ich weiß nicht, ob meine Anstrengungen bleibende Effekte für die Mitarbeiter oder Schüler des Maitreya Projekt oder die Entwicklung ihrer Yogaprogramme an der Schule haben werden. Drei Wochen sind so eine kurze Zeit und es gibt dort so viel zu tun. Wie auch immer Bodhgaya und die Schule für Universales Lernen des Maitreya Projekt und alle Schüler und Mitarbeiter haben einen bleibenden Eindruck in meinem Herzen hinterlassen.
Für mich war es augenscheinlich, dass die Programme der Schule und die Mission, die Vermittlung der lebendigen Fähigkeiten von Liebe und Mitgefühl, einen tief greifenden Effekt haben. Die Energie ist sofort spürbar, wenn man das Schulgelände betritt. Ich danke jeden Tag dafür, dass ich die Möglichkeit hatte, mit einer solch inspirierenden Gruppe von Leuten zu arbeiten, und ich bete, dass ich eines Tages zurückkehren und das vollenden werde, was wir zusammen begonnen haben.
Robi Cleeland
Theaterprogramm der Maitreya Schule
Ein wichtiger Weg unserer Schüler, die Gesellschaft zu erreichen, ist durch unser Musik- und Theaterprogramm. In dieser Ausgabe von „Das Gute Herz“ möchten wir gern die Haupttheaterproduktion der Schule vorstellen, die in Gaya und Bodhgaya in Dezember 2007 und Januar 2008 aufgeführt wurde. Zuvor haben die meisten unserer Produktionen aus einer Mischung aus kurzen Tanz- und Theaterelementen mit Schwerpunkt auf Gesang und Tanz bestanden, die unserer Vielzahl talentierter Sänger und Tänzer Gelegenheit gab, ihr Können zu zeigen.
Für die Produktion der Wintersaison 2007/2008, die mit einem Besuch von Lama Zopa Rinpoche, dem spirituellen Direktor des Maitreya Projekt, in Bodhgaya zusammenfiel, entschied der Ehrwürdige Kabir, eine spezielle Theateraufführung basierend auf dem Leben von Mahatma Gandhi vorzubereiten.
Wolken kommen wie feine Ornamente an,
Wind hebt tanzend und singend an,
Türen und Fenster öffnen sich in die Alleen,
Die Gäste aus der Stadt sind auch im Dorf angekommen.
Die Wolken kommen wie feine Ornamente an,
Die Bäume neigen ihre Hälse als wollten sie linsen,
Sturmwind wirbelt Staub und Röcke hoch.
Wolken kommen wie feine Ornamente an.
- Roshan Kumar, Klasse 9
Die Konzeption und das Manuskript wurden in Verbindung mit unseren Theaterlehrern, Bipul und Bhushan, und mit der Unterstützung von Vijay Kumarand und Bupendra Kumar, den Beratern von der National School of Drama (Nationalen Theaterschule) in Delhi, die uns bei der Erarbeitung unseres Programms helfen sollten, entwickelt. Die Produktion bildete viele der Schlüsselereignisse in Gandhis Leben ab, insbesondere sein Kreuzzug, die Harmonie zwischen Hindus und Moslems zu erhalten.
Die Produktion wurde erstmals im Dezember 2007 im Renaissance Theater in Gaya vor einem Publikum von etwa 50 Leuten gezeigt - unter ihnen Lama Zopa Rinpoche - sowie Mitgliedern des Renaissance, die von unserem Gastgeber, dem Eigentümer des Theaters, Sanjay Sahai, eingeladen worden waren. Im Januar wurde die Produktion an der Schule für Universales Lernen des Maitreya Projekt in Bodhgaya vor einem Publikum von Eltern, Verwandten und Menschen aus der Region aufgeführt.
Dies ist mittlerweile ein jährliches Ereignis geworden, das unter der regen Anteilnahme der örtlichen Gemeinschaft stattfindet und bis zu 2000 Leute anzieht.
Eine Nachricht vom Ehrwürdigen Kabir
Als eigentlich von Natur aus eher bequemer und entspannter Typ Mensch habe ich die Aufgabe als geschäftsführender Schuldirektor in den letzten 18 Monaten als ziemlichen Weckruf empfunden. Gewissen Rollen auszufüllen ist relativ aufreibend und erfordert viel Zeit.
Meine Amtszeit endete im Juli mit der Ankunft des dringend benötigten Profis. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um zu sagen, dass diese Schule nur aufgrund der harten Arbeit einer verschiedenster Persönlichkeiten funktioniert. Dabei sollte speziell erwähnt werden, der Rektor, Raj Kishore, dessen Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein eine ständige Inspiration für mich sind, sowie Amir Rai, unser strapazierfähiger Verwalter, der Computer, schlecht funktionierde Telefonleitungen, Löhne, Wartungsarbeiten, verschiedene Arbeiter und Konten der Schule jonglieren muss.
Hinter all unseren Aktivitäten an der Schule stehen die mutigen Anstrengungen und die Leitung von Dick Jeffreys, der der Schule in den vergangenen acht Jahren so viel gegeben hat und der nun zum Wohle seiner Gesundheit in Ruhestand geht.
„ Für mich ist diese Schule Mutter, Vater, Lehrer, alles. Meine Familie konnte sich meine Ausbildung nicht leisten, aber ein Glückstrahl zeigte mir diese Schule.
„Ich lerne jetzt für meine Wirtschaftsprüfung und hoffe, einen MBA machen zu können, so dass ich mehr und mehr hilflosen Menschen um mich herum auf dieser Welt mit Maitri (universale Liebe) helfen kann. Das ist die große Inspiration, die durch das Leben in dieser Schule in meinem Herzen entstanden ist.“
- Jason Sumeru Dhame, Klasse 12
Wie ich in dem letzten Newsletter erwähnt habe, sind die Herausforderungen hier beträchtlich und bestätigen nur die alte Überzeugung, dass eine angemessene Bildung in Fächern, die für die örtlichen Bevölkerung und die Umwelt von Nutzen sind, ein Teil des Wegs nach vorne ist. Wir stecken in der Tat Energie in diesen Bereich und hoffen vom nächsten Jahr an Stipendien in diesen Gebieten anbieten zu können.
Verwüstete Lebensräume, wie wir sie in Bodhgaya mehr und mehr erleben, sind natürlich ein sehr genaues Spiegelbild von dem verwüsteten Geist der Menschen. Für die Entwicklung der Qualitäten unserer Schüler, die zur inneren und äußeren Heilung der Welt beitragen, werden die Bemühungen der Maitreya Schule entschlossen und mutig fortgesetzt werden müssen beginnend vor unserer eigenen Haustür. Giftiger Schmutz und Abfall auf den Straßen und landwirtschaftlich genutzten Feldern verstreut mit unabsehbaren langfristigen Konsequenzen für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Wir brauchen kleine lokale Initiativen, wie sie bereits in der Vergangenheit ihren Wert im Hinblick auf Sicherheit, Nachhaltigkeit sowie einen Beitrag zur Produktivität und zum Glück der Menschen unter Beweis gestellt haben.
Gute Arbeit, Arbeit als spirituelle Praxis, das ist es worauf wir unsere Kinder vorbereiten müssen. Sonst ist es die Zukunft nicht wert, darüber nachzudenken.
Ehrwürdiger Kabir Saxena
Wir können so viel mehr tun
- mit etwas Hilfe von unseren Unterstützern
Nach Bodhgaya zu kommen, hat mich wahrnehmen lassen, wie viel wir in anderen Ländern und in unseren modernen Schulen als selbstverständlich ansehen. Ich habe erwartet, einen niedrigeren Bildungsstandard, als ich es gewohnt bin, vorzufinden, aber ich hatte keine Ahnung, wie benachteiligt diese Kinder in Bezug auf Bildung sind aufgrund der Unzulänglichkeit von Ressourcen und der mangelnden Erfahrung der Lehrer.
Vielleicht scheint der Kontrast zwischen schulischer Ausbildung hier und in weiterentwickelten Ländern so stark, weil ich bis vor kurzem in einer kanadischen Schule gearbeitet habe. Zu gegebener Zeit – und wenn ich es mir selbst erlaube – könnte ich so weit kommen zu akzeptieren, dass das alles ist, was wir für die Kinder von Bodhgaya tun können. Aber ich hoffe, dass ich es für mich selbst niemals zulassen werde, einzuräumen, dass diese Kinder nur die nackte Bildung verdient haben und dass wir nicht mehr als das bereitstellen können.
An der Maitreya Schule für universale Bildung unternehmen wir natürlich viele Dinge, um die Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen. I würde sogar sagen, wir machen bessere Sachen, als wir in Schulen in Kanada oder anderen Industrienationen tun. Unsere Philosophie der universalen Bildung, die Qualitäten wie Herzensgüte, Mitgefühl, Toleranz und universalen Verantwortung fördert, und unser Ziel, die universale Elemente von Weisheit zu entwickeln, sind die Richtwerte, die bedauerlicherweise in vielen anderen Schulen fehlen. Wir haben viel von der Philosophie des Maitreya Projekt zu lernen.
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir diesen Kindern mehr anbieten müssen, als wir es augenblicklich tun und dass es mit angemessener Unterstützung möglich sein wird, ihnen eine qualitative hochwertige Bildung in jeder Hinsicht zu bieten. Alles, was uns daran hindert, ist ausreichende Finanzierung. Aus diesem Grund appelliere ich an Sie, uns zu helfen, das bereitzustellen, was in Industrienationen von uns als wesentliche Elemente einer grundlegenden Bildung angesehen werden. Wir nehmen es als gegeben hin, dass Kinder für Projektarbeit Zugang zu Globen und Atlanten, eine Bibliothek voller interessanter Bücher, Papier, Scheren und Klebstoff haben und zu einer Grundausstattung mit wissenschaftlichem Gerät. Wir nehmen es als gegeben hin, dass die Lehrer unserer Kinder entsprechend ausgebildet sind und ihnen die notwendigen Hilfsmittel für ihren Job zur Verfügung stehen. Es ist unakzeptabel, dass die Kinder von Bodhgaya nicht das Gleiche haben können.
Durch die kontinuierliche Unterstützung unserer großzügigen Förderer weiß ich, dass wir unsere Standards auf ein akzeptables Niveau für die heutigen Kindergartenkinder anheben können, nicht die des nächsten Jahres.
Ich bin so dankbar für Ihre zurückliegende Unterstützung, die dieses Projekt ermöglicht hat, aber ich bitte Sie dringend, uns mit ihren fortgesetzten Spenden zu helfen – sehen Sie es als nächsten Schritt. Ihre Großzügigkeit hat wirklich etwas für diese Kinder verändert und Ihre fortgesetzte Unterstützung wird sie dorthin bringen, was wir im Hinblick auf grundlegende Ausbildung als gegeben ansehen.
Doug Allen
Schuldirektor


