Die Schule in Bodhgaya
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Die Bevölkerung von Bodhgaya steht vielen Problemen gegenüber: Armut, Landlosigkeit, Landkonflikte, unzureichende Gesundheitsversorgung, hohe Kindersterblichkeit, Gewalttaten zwischen Angehörigen verschiedener Kasten, Kriminalität und Analphabetismus. Obwohl der Tourismus einige Einkommensmöglichkeiten geschaffen hat, lebt die Mehrheit der Bevölkerung noch immer unter sehr bescheidenen Verhältnissen und ist auf das Einkommen aus Subsistenz-Landwirtschaft oder niederen Aushilfsarbeiten angewiesen, um ihre Familien zu ernähren. Viele der alten Traditionen, welche die Gesellschaft einst aufrecht erhielten sind verschwunden, und es besteht ein großer Bedarf an Bildung, welche dazu beiträgt, dass die lokale Gesellschaft wieder erblühen kann.
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1999 wurde eine Schule in Bodhgaya gegründet (Bild links), die im Augenblick 200 Ganztagesschüler vom Kindergarten bis zur 8. Klasse zählt. Abends bietet sie informelle Bildung für bis zu 120 Kinder, welche die Tagesschule nicht besuchen können. Die meisten Kinder stammen aus armen Familien der umliegenden Dörfer. Es werden keine Schulgebühren erhoben und die Schule stellt für besonders bedürftige Kinder auch kostenlose Schuluniformen, Bücher, Mahlzeiten, Gesundheitsuntersuchungen sowie Unterkünfte zur Verfügung.
Der Lehrplan integriert Themen und Aktivitäten der Universalen Bildung mit Standardfächern des landesweiten indischen Lehrplans. Meditation und Yoga sind zentrale Elemente des Programms und traditionelle Künste, Kunsthandwerk, Musik und Theater werden gefördert. Die Schule beschäftigt 16 Vollzeit- und vier Teilzeitlehrer. Die Entwicklung des Lehrkörpers und des Lehrplans wird mit Hilfe von westlichen Lehrern und anderen Freiwilligen laufend fortgesetzt.







